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Fachstelle GlücksSpielSucht
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Für Glücksspieler

Glücksspielsucht bezeichnet genau das, was es ist - eine Suchtkrankheit. Sie hat weder etwas mit Charakterschwäche noch mit mangelnder Willensstärke zu tun. Gutgemeinte Ratschläge von besorgten Bekannten, Verwandten, Arbeitskollegen wie „ Du musst einfach nur aufhören zu spielen !", würden gern umgesetzt werden, aber Versuche, spielfrei zu bleiben, scheitern immer wieder. Der Betroffene versteht es nicht und schämt sich, nicht „normal" wie die anderen mit dem Glücksspiel umgehen zu können.

Die Ursachen für die Entwicklung der Glücksspielsucht sind vielfältig und dem betroffenen Spieler zunächst nicht bewusst. Bewusst ist aber, dass eine Glücksspielsucht zahlreiche Probleme nach sich zieht. Schulden, Entfremdung von Familie/Freunden, sozialer Rückzug und Isolierung, drohender Verlust des Arbeitsplatzes, Schuldgefühle, psychosomatische Beschwerden, Angst, Depressivität, Suizidgedanken und Beschaffungskriminalität belasten den Alltag erdrückend. Die wenigsten Spieler mit problematischen oder pathologischen Spielverhalten schaffen es allein, sich aus der Spirale süchtigen Spielens zu befreien. Aber es gibt professionelle Hilfe und die Chance, wieder in ein zufriedenes, nicht mehr vom Glücksspielen bestimmten Leben zurückzufinden. Die Chancen sind gut und vor allem möglich. Sie zu nutzen, setzt aber voraus, den ersten Schritt zu tun und sich aktiv durch professionelle Hilfe oder Selbsthilfe unterstützen zu lassen.

Literatur zum Thema:

Riesen, H.:
Gestatten, der Bankräuber, den Sie suchen: Geständnis eines Spielsüchtigen,
Sondereinband, Bonn 2009

Dühn, A.:
Glücksspielsucht aus Insider-Sicht: Spieler.
In: Alberti, G.; Kellermann, B. (Hrsg.): Psychosoziale Aspekte der Glücksspielsucht, 67-69
Geesthacht, 1999

Sinn-Kleber, E.:
Abschiedsbrief an einen Glücksspielautomaten.
Ein therapeutischer Mosaikstein.
In: Füchtenschnieder, I. (Hrsg.): Glücksspielsucht heute: Therapeutische, sozialpolitische und rechtliche Aspekte, 59-63, Geesthacht 2006