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Geschichte

Das Phänomen Glücksspiel findet sich in allen Kulturen und Gesellschaftsformen und ist fast so alt wie die Menschheit. Die ersten historischen Zeugnisse gehen bereits auf die Zeit um etwa 3000 v. Chr. zurück. Die Kulturgeschichte des Glücksspiels reicht bis in die Antike.

Das Würfelspiel ist dabei eines der ältesten Spiele. Im 14. Jahrhundert löste das Kartenspiel aus Asien in Europa die Würfel ab. Später im Mittelalter kamen das Lotteriespiel und Roulette dazu. 1612 wurde in Hamburg die erste staatliche Geldlotterie in Deutschland veranstaltet. Der erste Geldspielautomat ist auf das Jahr 1889 zurückzuführen.
Auch in der heutigen Zeit gehören Glücksspiele zu unserem gesellschaftlichen Alltag und für die meisten Menschen bedeuten sie spannungsvollen Spaß, Unterhaltung und Freizeitvergnügen. Aber mit dem Glücksspielen sind auch Risiken verbunden, sowohl früher als auch heute. Gewinn und Verlust liegen dicht beieinander. Viel Geld kann beim Glücksspielen verloren, „Haus und Hof" verspielt werden. Schon Dostojewski beschreibt 1867 in seinem Roman „Der Spieler" sehr anschaulich, wie sich eine Glücksspielsucht entwickeln kann, typischerweise durch einen faszinierenden Anfangserfolg beim Spielen.

Die Geschichte des Glücksspiels war immer mit Reglements, mit Erlassen und Verboten verbunden. Übergreifend über verschiedene zeitliche Epochen finden sich in der gesellschaftlichen Bewertung von Glücksspielen wechselnde Beurteilungen, die ihre Ursachen in den möglichen negativen Auswirkungen des Glückspielens auf die psychische (Spielsucht) und wirtschaftliche (Vermögensverlust) Situation des Spielers haben. Für die öffentliche Veranstaltung von Glücksspielen gibt es heute fast überall in Europa eingeschränkte Regelungen. Deutschland nimmt darin keineswegs eine Sonderstellung ein.

 

Literatur zum Thema:
„Volles Risiko!: Glücksspiel von der Antike bis heute".
Badisches Landesmuseum (Hrsg.), Braun Verlag Karlsruhe 2008,

Zollinger, M.:
Geschichte des Glücksspiels. Vom 17. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg.
Böhlau Wien, 1997